VanEck beantragt einen „Digital Asset ETF“ bei der SEC

VanEck beantragt einen „Digital Asset ETF“ bei der SEC

Laut einer heute von der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission veröffentlichten Einreichung beabsichtigt die in New York ansässige Investment-Management-Firma VanEck, einen ETF für digitale Vermögenswerte aufzulegen, der“ die Kurs- und Renditeentwicklung des MVIS® Global Digital Assets Equity Index vor Gebühren und Aufwendungen so genau wie möglich nachbilden soll.“

Der Fonds wird in Unternehmen investieren

Der Fonds wird in Unternehmen investieren, die mindestens 50 % ihres Umsatzes mit digitalen Vermögenswerten erzielen oder Projekte entwickeln, die das Potenzial haben, die Hälfte ihres Umsatzes in der Digital-Asset-Branche zu erzielen.

Es ist jedoch zu beachten, dass der Begriff „Digital-Asset-Industrie“ im Großen und Ganzen eine weit gefasste Terminologie für Unternehmen ist, die digitale Asset-Börsen, Zahlungs-Gateways, Mining-Betriebe, Software-Dienstleistungen, Ausrüstung und Technologie betreiben. Dies kann durchaus bedeuten, dass es Potenzial für Unternehmen wie Coinbase, um in den Fonds nach einem erfolgreichen Börsengang enthalten sein.

Das SEC-Filing stellt auch fest, dass dieser Fonds in Unternehmen investieren wird, die einen signifikanten Anteil an digitalen Vermögenswerten in ihren Bilanzen halten. Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen wie MicroStrategy ein Teil des Portfolios sein könnten, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen selbst eine Milliarde Dollar an Bitcoin hält.

VanEck zog seinen Antrag für einen Bitcoin-ETF zurück

Die in New York ansässige Investmentfirma ist kein Fremder in Sachen SEC-Anmeldungen. VanEck hatte bereits früher Anträge für Bitcoin-basierte ETFs bei der SEC eingereicht, wobei die meisten von ihnen von der Regulierungsbehörde aus einer Vielzahl von Gründen abgelehnt wurden.

Im Gegenteil, bereits im September 2019 zog VanEck seinen Antrag für einen Bitcoin-ETF zurück. Interessanterweise ist das Urteil über seinen jüngsten Antrag für einen ETF mit dem Titel „VANECK BITCOIN TRUST“ noch nicht entschieden.

Sollte die Entwicklung eintreten, wäre das ein großer Schritt, zumal das besagte Angebot in einem Land starten wird, in dem Regulierungsbehörden oft mit Argwohn betrachtet werden. In Europa hingegen haben Krypto-ETPs im Jahr 2020 eine Milliarde Euro an Vermögenswerten überschritten, trotz eines regulatorischen Verbots des Verkaufs dieser Produkte an Kleinanleger in Großbritannien.

Während ein Krypto-ETF in den USA noch nicht offiziell zugelassen ist, haben viele Anlageberater Bedenken geäußert, die besagen, dass es ohne einen börsengehandelten Krypto-Fonds wenig Anreiz für registrierte Anlageberater gibt, das Geld der Kunden in Krypto zu investieren.

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